Der Duft von Gummi und Benzin, der Geruch der Abgaswolke beim Starten des Motors und eine Note von verbranntem Öl liegen in der Luft. Meine Sinne werden betört, bis der beißende Dunst einer verglasten Kupplung herüberweht. Hektisch wirft sich ein Mechaniker unters Auto, um die letzten Reste des Getriebeöls aufzufangen. In der Box macht sich Panik breit. Brachial donnernde Motoren lassen die Luft vibrieren und das Zwerchfell erzittern – es ist ein schmaler Grat zwischen akustischem Hochgenuss und blankem Schmerz. Das Auge wandert umher zwischen kantigen Flügeln, Spoilern und Diffusoren aus Kohlefaser sowie den meisterhaften, stählernen Rundungen des klassischen Karosseriebaus. Die durch Verbrennung von Benzin erzeugten Nebelschwaden werden von einem plötzlichen und grellen Lichtstrahl durchbrochen, der die Szenerie für einen kurzen Moment in Magie hüllt – klick

Das Heranrauschen des Fahrerfeldes, das sich auf mehrere tausend PS summiert, deutet sich in bedrohlicher Akustik hinter der uneinsehbaren Kuppe an. In dem Moment, als das Feld diese zum ersten Mal passiert, springt die tosende Menge auf, um dem Führungsfahrzeug zuzujubeln, das sich seinen Platz unerwartet schnell und bereits nach wenigen Kurven erkämpft hat. Frenetische Menschenmassen und dazwischen geschwenkte Fahnen lassen das Vorbeirauschen der Boliden nur erahnen. Doch da: Eine schmale Lücke inmitten der Zuschauer eröffnet für den Bruchteil einer Sekunde einen unverstellten Blick auf das Renngeschehen – klick.

Erlebnisse wie diese haben das Projekt speedmatters photography gezündet. Hier dreht sich alles um Autos und Geschwindigkeit – in voller Konsequenz. Jahrelang trainierte Techniken ermöglichen mir die Erzeugung hochdynamischer Bildinhalte und einzigartiger Kompositionen. Darüberhinaus lasse ich die Protagonisten meiner Fotos ihre eigenen Geschichten erzählen

Apropos Geschichten: Immer wieder lasse ich mich tief in die automobilen Geschehnisse hereinziehen und berichte nicht nur in fotografischer, sondern auch in textlicher Form von vorderster Front. Einen Eindruck davon gibt es regelmäßig in meinem Blog zu sehen und zu lesen.